Auf der Konferenz HUAWEI CONNECT 2026 in Shanghai kündigte Huawei die branchenweit erste optische Engine mit integrierter On-Board-Lichtquelle namens Hi-ONE an. Mit einer gewaltigen Übertragungskapazität von 7,2 Tbit/s ist Huawei das erste Unternehmen, das mit dieser Technologie in die Massenproduktion geht.

Hauptmerkmale der Hi-ONE Engine

Einsatz im Ascend 960 SuperPoD:

Basierend auf der UnifiedBus plus Hi-ONE-Architektur reduziert diese Engine die erforderliche Anzahl von 800G-Optikmodulen im SuperPoD um 48.000 Einheiten, was den Stromverbrauch erheblich senkt und die Systemzuverlässigkeit erhöht.

Design mit integrierter Lichtquelle:

Die Hi-ONE ist die erste optische Engine, die eine On-Board-Lichtquelle integriert und 36 optische Übertragungskanäle konsolidiert. Dieses Design erhöht die Zuverlässigkeit um das Zehnfache, um die Stabilität von Langzeit-KI-Modelltrainingsaufgaben zu gewährleisten.

Reduzierter Stromverbrauch und Latenz:

Durch den Einsatz der Linear Direct-Drive-Architektur macht das System energiehungrige oDSP-Chips überflüssig — was den Stromverbrauch um etwa 66 % und die Übertragungsverzögerung (Latenz) um 90 % senkt.

NPO-Technologie und globale Zusammenarbeit

Was ist NPO-Technologie?

NPO steht für Near-Packaged Optics. Es handelt sich um eine Technologie, die optische Engines in unmittelbarer physischer Nähe zu den Hauptchips platziert und gleichzeitig die betriebliche Unabhängigkeit der Engines bewahrt.

Entwicklung internationaler Standards:

Im Mai 2026 wurde der Vorschlag für den 12,8 Tbit/s NPO-Modulstandard — eingereicht von der China Academy of Information and Communications Technology (CAICT), Huawei und mehreren anderen Unternehmen — offiziell vom globalen Optical Internetworking Forum (OIF) ratifiziert und von mehr als 40 internationalen Partnern unterstützt.

Quelle: EQS News