Faktenprüfung ist ein sorgfältiger Prozess, der darauf abzielt, die Genauigkeit von auf Social-Media-Plattformen veröffentlichten Inhalten zu überprüfen. Das Hauptziel dieser Bemühungen besteht darin, Fakten festzustellen, Fehlinformationen zu bekämpfen und das Vertrauen in grundlegende öffentliche Informationen wiederherzustellen.
Struktur und Aufgaben der Faktenprüfung
Themenauswahl: Konzentration auf die sensibelsten und am stärksten viralen Themen im öffentlichen Raum.
Tiefenprüfung: Durchführung von Feld- und technischen Prüfungen zur Gewährleistung der Informationsgenauigkeit.
Transparenz: Bereitstellung klarer Erklärungen zu den für die Überprüfung verwendeten Methoden und Werkzeugen.
Direkte Veröffentlichung: Möglichst breite Verbreitung der Prüfergebnisse, oft direkt neben dem ursprünglichen gefälschten Inhalt auf den Plattformen selbst.
Die Faktenprüfungsarbeit erfordert umfassende Fachkenntnisse über Social-Media-Plattformen und den Einsatz von Open Source Intelligence (OSINT)-Werkzeugen zur präzisen Überprüfung und Geolokalisierung von Bildern und Videos.
Techniken und Statistiken der Agence France-Presse (AFP)
Die Agence France-Presse (AFP) hat das weltweit umfangreichste Faktenprüfungsnetzwerk aufgebaut, das 126 Journalisten in 43 Büros umfasst, die in 26 Sprachen arbeiten und durchschnittlich 19 Faktenprüfungen pro Tag durchführen.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 6.855 Faktenprüfungen veröffentlicht, die unter die folgenden Hauptthemen fallen:
Künstliche Intelligenz: 754 Faktenprüfungen
Israelisch-palästinensischer Konflikt: 254 Faktenprüfungen
Krieg in der Ukraine: 253 Faktenprüfungen
Klima: 184 Faktenprüfungen
Migranten: 171 Faktenprüfungen
US-Politik: 157 Faktenprüfungen
Lage im Iran: 155 Faktenprüfungen
Faktenprüfung (Fact-checking): Die Frontlinie im Kampf gegen Fehlinformationen